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Szenische Lesung mit Musik im Berliner Dom: „Widerstand in Berlin. Von der Reichspogromnacht bis Kriegsende“

Freitag, 4. Mai 2018

Szenische Lesung im Berliner Dom mit Martina Gedeck, Matthias Brandt, Studierenden der Ernst Busch Hochschule und Domorganist Andreas Sieling

Berlin war während des Nationalsozialismus die Hauptstadt des deutschen Widerstandes. Hier fanden zahlreiche Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen den Weg in die Opposition. Sie riskierten ihr Leben in der NS-Diktatur aufgrund ihrer Weltanschauung, ihrer politischen Überzeugung oder ihres Glaubens.

An diesem Abend im Berliner Dom, der dem deutschen Widerstand in Berlin gewidmet ist, kommen diese unterschiedlichen Menschen zu Wort. Dank ihrer Briefe, Tagebucheinträge, Berichte und Flugblätter begreifen wir heute, wie mutig und entschlossen sie damals waren, aber auch welche existentiellen Nöte und Ängste sie persönlich auszuhalten hatten.

Im Berliner Dom leihen Matthias Brandt und Martina Gedeck ihre Stimmen zwei besonders eindrucksvollen Menschen.

Martina Gedeck liest aus dem Tagebuch der Journalistin Ruth Andreas-Friedrich, Matthias Brandt aus den bewegenden Briefen Helmuth James von Moltkes an seine Frau Freya. Beide Schauspieler leiten mit ihrer Stimme und den gelesenen Texten durch den Abend. In zahlreichen weiteren Rollen – vom konservativen Diplomaten Ulrich von Hassell bis zum jungen Kommunisten Herbert Baum – treten Studierende der Ernst Busch Hochschule auf. Die musikalische Begleitung übernimmt Domorganist Andreas Sieling an der Großen Sauer-Orgel. So entsteht ein eindrückliches Wort- und Klangbild zu Ehren der vielen Frauen und Männer, die in Berlin, in Deutschland den Mut fanden, Widerstand zu leisten.

Eine Veranstaltung des Berliner Doms, der Stiftung 20. Juli 1944 und der Gedenkstätte Deutscher Widerstand sowie der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch. In Zusammenarbeit mit der Bürgerstiftung Berlin und der Freya von Moltke-Stiftung.

Friedrich-Hölderlin-Förderpreis 2018 geht an Alina Herbing

Freitag, 4. Mai 2018

Der Friedrich-Hölderlin-Preis 2018 der Stadt Bad Homburg geht an Daniel Kehlmann. Über den Förderpreis kann sich Alina Herbing freuen.

„Daniel Kehlmann gelingt in seinem umfangreichen Oeuvre, das neben Romanen und Erzählungen auch Dramen, Essays und Übersetzungen umfasst, ein seltenes Kunststück: Seine Texte verfolgen eine komplexe literarische Poetik und haben dennoch Qualitäten, die von einem großen Publikum geschätzt werden“, urteilte die Jury. Sein Roman ‚Tyll‘ (Rowohlt) etwa mache die legendäre Gauklerfigur des Eulenspiegel zum Zeitzeugen des Dreißigjährigen Krieges und schaffe damit „eine epische Studie über Religion, Aberglauben, Machtpolitik und Krieg sowie einen abgründig komischen Künstlerroman: ein sprachmächtiges, ernstes und leichtfüßiges Meisterwerk, das der Historie neue, bis in die Gegenwart weisende Erkenntnisse abliest“, so die Jury.

Daniel Kehlmann wurde 1975 in München geboren und ist in Wien aufgewachsen. Er lebt heute in New York und Berlin. An der New York University unterrichtet er gegenwärtig Deutsche Literaturgeschichte. Er ist Fellow am Cullman Center for Writers and Scholars der New York Public Library. Nach dem Studium der Philosophie und Germanistik in Wien hat er bereits mit 22 Jahren seinen ersten Roman („Beerholms Vorstellung“) veröffentlicht.

Förderpreis für Alina Herbing

Mit ihrem Debüt „Niemand ist bei den Kälbern“ (Arche) zeichne Alina Herbing „jenseits von aller Idylle ein ebenso detailreiches wie faszinierendes Bild des Lebens auf dem Lande“, heißt es in der Jurybegründung. Zwischen Kuhstall, Windkraftanlagen, Dorffesten, zerhäckselten Rehkitzen und exotischen Nandus träume die junge Christin von einem Leben voll Abwechslung und Glamour. Doch die bunten Versprechen der Hochglanzmagazine passen nicht zur Realität des Dorfes im Nordwesten Mecklenburgs. Die Jury fährt fort: „Alina Herbing erzählt mit kraftvoller Stimme und in eindringlichen Bildern von den Sehnsüchten und der Einsamkeit einer jungen Frau, für die die Lebensentwürfe ihrer Altersgenossinnen in der Großstadt unerreichbar sind.“

Die 34-jährige lebt in Berlin. Sie ist in Lübeck geboren und in Schlagsülsdorf, einem Dorf mit nur 30 Einwohnern in Mecklenburg-Vorpommern, aufgewachsen. Geschichte und Germanistik hat sie an der Universität Greifswald studiert, Literarisches Schreiben in Hildesheim.

Der Jury gehören an: die Vorsitzende Sandra Kegel (F.A.Z.), Oberbürgermeister Alexander Hetjes (Stadt Bad Homburg v. d. Höhe), Prof. Dr. Gerhard Kurz (Freies Deutsches Hochstift), Prof. Dr. Sabine Doering (Hölderlin-Gesellschaft), Prof. Dr. Heinz Drügh (Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt, Neuere Deutsche Literatur), Alf Mentzer (Hessischer Rundfunk) und Eva Menasse als Vorjahrespreisträgerin.

Die Stadt Bad Homburg v.d.Höhe verleiht jährlich im Juni den Friedrich-Hölderlin-Preis (Stiftung Cläre Jannsen). Er ist mit 20.000 Euro dotiert und wird als allgemeiner Literaturpreis für hervorragende Leistungen vergeben. Der Förderpreis hat eine Preissumme von 7.500 Euro.

Quelle: Börsenblatt.net

Wir freuen uns mit Mariusz Hoffmann, der beim open mike 2017 für seinen Text „Dorfköter“ prämiert wurde

Dienstag, 14. November 2017

Gestern Nachmittag wurden in Berlin die Preisträger des 25. open mike gekürt. Die Preise für Prosa erhielten Ralph Tharayil und Mariusz Hoffmann. Der Preis für Lyrik ging an Ronya Othmann. Alle Preise sind mit jeweils 2500Euro dotiert. Den Preis der taz-Publikumsjury erhielt Baba Lussi.

Sandra Hoffmann mit Hans-Fallada-Preis ausgezeichnet

Freitag, 20. Oktober 2017

„Sandra Hoffmanns Buch Paula, eine autobiografisch geprägte Familiengeschichte über drei Generationen, ist ein dichter Text von schmerzhafter Intensität. Die Autorin führt uns in einen beengten Kosmos in Oberschwaben, in dem das Schweigen der Großmutter, die ängstlich ein Geheimnis aus ihrer Vergangenheit hütet, regiert. Mit eindringlichen Bildern beschreibt Hoffmann das ambivalente Verhältnis zwischen Großmutter und Enkelin, das für die Jüngere zu einer Hassliebe wird. Darüber hinaus ist Paula ein berührendes Stück Zeitgeschichte, in dem die Autorin kunstvoll Realität und Fiktion verbindet und behutsam das Porträt einer Frau zeichnet, die sich im Zweiten Weltkrieg und in der Nachkriegszeit gegen immer neue Schicksalsschläge behaupten muss“, so heißt es in der Begründung der Jury.

Der Hans-Fallada-Preis der Stadt Neumünster wird alle zwei Jahre vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert. Zu den Preisträgern vergangener Jahre gehören u.a. Jonas Lüscher, Jenny Erpenbeck, Wolfgang Herrndorf, Ralf Rothmann, Wilhelm Genazino und Birgit Vanderbeke. Die öffentliche Preisverleihung findet am 20. März 2018 in Neumünster statt.

MAREN KAMES für „halb taube halb pfau“ prämiert

Dienstag, 28. März 2017

Für ihr erstes Buch „halb taube halb pfau“ erhält Maren Kames den Düsseldorfer PoesieDebütPreis 2017. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung wird am 1. Oktober im Rahmen des Düsseldorfer Poesiefestes überreicht. Wir gratuluieren!

X-Filme optioniert Philipp Winklers Debütroman HOOL

Dienstag, 21. März 2017

Philipp Winklers Debütroman Hool (Aufbau Verlag) – Spiegel-Bestseller, 2016 mit dem Aspekte-Literaturpreis ausgezeichnet und im vergangenen Jahr auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises – ist bei der Berliner Produktionsfirma X-Filme unter Option. Die Elisabeth Ruge Agentur zeigte sich hocherfreut über die bevorstehende Zusammenarbeit mit Stefan Arndt, der zuletzt mit Maria Schraders Vor der Morgenröte, einem brillant komponierten Film über das Leben Stefan Zweigs im Exil, einen großen Kritiker -und Publikumserfolg erzielen konnte.

Blogbuster – Blogger suchen Bestseller

Mittwoch, 5. Oktober 2016

„Im Bereich der Musik sind Castingshows ein bekanntes Mittel, um auf neue Talente aufmerksam zu machen. Ein ähnliches Prinzip wenden jetzt 16 Literaturblogger gemeinsam mit der Literaturagentur Elisabeth Ruge, dem Verlag Klett-Cotta, der Frankfurter Buchmesse und dem ARD-Literaturkritiker Denis Scheck im Projekt Blogbuster an.“  ein Buchreport-Beitrag zum neuen Literaturpreis. Dazu mehr auf: blogbuster-preis.de

„Die Grenzen der Produktion verschwimmen“

Freitag, 30. September 2016

Ein Spagat zwischen internationalem Fachgeschäft und Publikumsmesse, Gastlandauftritt Flandern und Niederlande und ein völlig neuer Schwerpunkt „The Arts+“: Messedirektor Juergen Boos im Interview mit Börsenblatt-Chefredakteur Torsten Casimir über die bevorstehende Frankfurter Buchmesse (19. – 23. Oktober).  erschienen auf boersenblatt.net

Julia Wolf gewinnt den 3sat-Preis in Klagenfurt

Dienstag, 5. Juli 2016

Bei den 40. Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt wurden neben der Bachmann-Preisträgerin Sharon Dodua Otoo auch unsere Autorin Julia Wolf eine Auszeichnung erhalten: Sie gewinnt den 3sat-Preis für einen Auszug aus ihrem Roman „Walter Nowak bleibt liegen“, der im Frühjahr 2017 in der Frankfurter Verlagsanstalt erscheint. Wir freuen uns für die beiden Preisträgerinnen sowie für Dieter Zwicky, der den KELAG-Preis erhalten hat.

Wut auf unsere Generation

Donnerstag, 30. Juni 2016

Was wir derzeit um uns herum vor allem wahrnehmen, sind Zynismus und Populismus, und das eine ist kaum erträglicher als das andere. Wir sind auf einem guten Weg, die Demokratie durch leichtfertige Instrumentalisierung zu verramschen, Wohlstand und Gemeinwohl zu verjubeln und die europäische Zukunft zu renatio­nalisieren. Das ist nicht die Gesellschaft, in der wir leben wollen, und das sagen wir im Wissen darum, dass wir vor über dreißig Jahren in eine Weltregion hineingeboren wurden, die wie kaum eine zweite privilegiert ist oder war mit Chancen für unsere Generation auf Freiheit, Frieden und Verantwortung. Wie kann es sein, das all das nun auf dem Spiel steht?“  – Aljoscha Brell und Nora Bossong in der taz.

Termine

Szenische Lesung im Berliner Dom: „Widerstand in Berlin. Von der Reichspogromnacht bis Kriegsende“

2. Juni 2018, 20 Uhr

Szenische Lesung im Berliner Dom mit Martina Gedeck, Matthias Brandt, Studierenden der Ernst Busch Hochschule und Domorganist Andreas Sieling.

Berlin war während des Nationalsozialismus die Hauptstadt des deutschen Widerstandes. Hier fanden zahlreiche Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen den Weg in die Opposition. Sie riskierten ihr Leben in der NS-Diktatur aufgrund ihrer Weltanschauung, ihrer politischen Überzeugung oder ihres Glaubens.

An diesem Abend im Berliner Dom, der dem deutschen Widerstand in Berlin gewidmet ist, kommen diese unterschiedlichen Menschen zu Wort. Dank ihrer Briefe, Tagebucheinträge, Berichte und Flugblätter begreifen wir heute, wie mutig und entschlossen sie damals waren, aber auch welche existentiellen Nöte und Ängste sie persönlich auszuhalten hatten.

Im Berliner Dom leihen Matthias Brandt und Martina Gedeck ihre Stimmen zwei besonders eindrucksvollen Menschen.

Martina Gedeck liest aus dem Tagebuch der Journalistin Ruth Andreas-Friedrich, Matthias Brandt aus den bewegenden Briefen Helmuth James von Moltkes an seine Frau Freya. Beide Schauspieler leiten mit ihrer Stimme und den gelesenen Texten durch den Abend. In zahlreichen weiteren Rollen – vom konservativen Diplomaten Ulrich von Hassell bis zum jungen Kommunisten Herbert Baum – treten Studierende der Ernst Busch Hochschule auf. Die musikalische Begleitung übernimmt Domorganist Andreas Sieling an der Großen Sauer-Orgel. So entsteht ein eindrückliches Wort- und Klangbild zu Ehren der vielen Frauen und Männer, die in Berlin, in Deutschland den Mut fanden, Widerstand zu leisten.

Eine Veranstaltung des Berliner Doms, der Stiftung 20. Juli 1944 und der Gedenkstätte Deutscher Widerstand sowie der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch. In Zusammenarbeit mit der Bürgerstiftung Berlin und der Freya von Moltke-Stiftung.

Der Eintritt ist frei, eine Reservierung ist jedoch unbedingt notwendig!