Blog

Julia Wolf gewinnt den 3sat-Preis in Klagenfurt

Dienstag, 5. Juli 2016

Bei den 40. Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt wurden neben der Bachmann-Preisträgerin Sharon Dodua Otoo auch unsere Autorin Julia Wolf eine Auszeichnung erhalten: Sie gewinnt den 3sat-Preis für einen Auszug aus ihrem Roman „Walter Nowak bleibt liegen“, der im Frühjahr 2017 in der Frankfurter Verlagsanstalt erscheint. Wir freuen uns für die beiden Preisträgerinnen sowie für Dieter Zwicky, der den KELAG-Preis erhalten hat.

Wut auf unsere Generation

Donnerstag, 30. Juni 2016

Was wir derzeit um uns herum vor allem wahrnehmen, sind Zynismus und Populismus, und das eine ist kaum erträglicher als das andere. Wir sind auf einem guten Weg, die Demokratie durch leichtfertige Instrumentalisierung zu verramschen, Wohlstand und Gemeinwohl zu verjubeln und die europäische Zukunft zu renatio­nalisieren. Das ist nicht die Gesellschaft, in der wir leben wollen, und das sagen wir im Wissen darum, dass wir vor über dreißig Jahren in eine Weltregion hineingeboren wurden, die wie kaum eine zweite privilegiert ist oder war mit Chancen für unsere Generation auf Freiheit, Frieden und Verantwortung. Wie kann es sein, das all das nun auf dem Spiel steht?“  – Aljoscha Brell und Nora Bossong in der taz.

Einblick in die Hooligan-Szene

Donnerstag, 30. Juni 2016

Die Fußball-Euromeisterschaft hat wieder einmal bewiesen, dass Hooligans nicht ausgestorben sind. Doch wer sind Hooligans? Was tun sie? Und vor allem: Warum? – Ein  Gastbeitrag von Philipp Winkler in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

VG Wort Urteil: Das zahlt niemand aus der Portokasse

Sonntag, 24. April 2016

Wer die Freiheit der Kunst verteidigen will, sollte nicht immer nach Gesetzen rufen, wenn Vertragsverhandlungen zwischen Autor und Verlag anstehen. Beide sind natürliche Freunde, keine Feinde.“  – Jörg Sundermeier, Verleger des Verbrecher-Verlags, äußert sich in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zum BGH-Urteil über das Leistungsschutzrecht.

VG Wort Urteil: Nur die Starken stecken das weg

Freitag, 22. April 2016

Kleine Verlage müssen knallhart kalkulieren. Als beispielsweise im vergangenen Jahr der relativ unbekannte Autor Frank Witzel für seinen Roman ‚Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969′ den Deutschen Buchpreis erhielt, war er für kurze Zeit nicht lieferbar. Die Zahl der Bestellungen überstieg die gedruckte Auflage; der Berliner Verlag Matthes & Seitz kam der sprunghaft gestiegenen Nachfrage schlichtweg nicht hinterher. […] Künftig werden es sich solche Verlage nämlich zweimal überlegen, wie groß das unternehmerische Risiko ist, das sie eingehen können. Sofern es sie dann überhaupt noch gibt. Denn die Kleinen der Branche sind durch die Entscheidung des Bundesgerichtshofs, Verlage nicht mehr an den Ausschüttungen der Verwertungsgesellschaft (VG) Wort zu beteiligen, in ihrer Existenz bedroht.“  – ein Kommentar von Christopher Schmidt in der Süddeutschen Zeitung.

ERA speed-read-date im Goldhopfen

Montag, 21. März 2016

Was für ein schöner Abend und Auftakt zur Leipziger Buchmesse!

In siebenminütigen speed-read-dates informierten Gideon Böss (Deutschland, deine Götter),  Stephan Reich (Wenn’s brennt), Julia Schramm (50 shades of Merkel) und Philipp Winkler (HOOL) über die Restauration der Leipziger Moritzbastei durch Angela Merkel, wie der olle Walter niedergestreckt, Hexen beschworen und Zahnprotektoren maßangefertigt wurden.

Die Musik kam von DJ crssspace, das Bier vom Goldhopfen (Empfehlung!), der Dank kommt von uns: an alle Autoren und Autorinnen, unserem Gastgeber und allen Gästen!

Wichtige Aktion: Autorinnen und Autoren für einen fairen Buchmarkt

Dienstag, 15. März 2016

„Ein vielfältiger und fairer Buchmarkt ist das gemeinsame Anliegen der Initiative Fairer Buchmarkt und der übergreifenden, unabhängigen E-Commerce-Plattform buchhandel.de. Unter dem Motto ‚be social – link local‘ startet zur Leipziger Buchmesse eine Aktion, die Autoren und lokale Buchhändler zusammenbringt. Das Gemeinschaftsportal und acht Schriftstellerverbände wie PEN, VS oder Syndikat rufen Autorinnen und Autoren dazu auf, die Bücher auf ihren Webseiten über buchhandel.de zu ihren lokalen Lieblingsbuchhandlungen zu verlinken.“

Apropos Urheberrechtsnovelle: Ta-Nehisi Coates und seine starke Bindung zum Verlag

Donnerstag, 4. Februar 2016

„‚I know that it’s my name on the book‘, he added, referring to ‚Between the World and Me‘. ‚I wrote that book. But I could not have written that book alone. Somebody had to pull it out of me.'“ – ein großartiger Artikel über Ta-Nehisi Coates und darüber, welche wichtige Rolle Lektor*innen für Autor*innen und ihre Bücher spielen können. Von Vinson Cunningham, erschienen im New York Times Magazine.

Urheberrechtsnovelle: „Eine Katastrophe für Schriftsteller und Verlage“

Mittwoch, 16. Dezember 2015

„Justizminister Heiko Maas scheint es darauf anzulegen, die deutsche Buchkultur zu zerstören: Seine Urheberrechtsnovelle ist grob und fahrlässig zusammengezimmert.“ – ein Gastbeitrag von Andreas Rötzer, erschienen auf ZEIT ONLINE.

Urheberrechtsnovelle: Elisabeth Ruge im Interview

Mittwoch, 16. Dezember 2015

Ein Interview mit Elisabeth Ruge zur Urheberrechtsnovelle und zum Offenen Brief an die Bundesregierung, gesendet im Deutschlandradio.

Autor*innen, Verleger*innen oder Literaturagent*innen werden eingeladen, sich auf offenerbrief.org über die Pläne der Bundesregierung zu informieren und sich dann ggf. mit ihrem Namen den Unterzeichner*innen des offenen Briefs anzuschließen.

Termine

Szenische Lesung im Berliner Dom: „Widerstand in Berlin. Von der Reichspogromnacht bis Kriegsende“

2. Juni 2018, 20 Uhr

Szenische Lesung im Berliner Dom mit Martina Gedeck, Matthias Brandt, Studierenden der Ernst Busch Hochschule und Domorganist Andreas Sieling.

Berlin war während des Nationalsozialismus die Hauptstadt des deutschen Widerstandes. Hier fanden zahlreiche Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen den Weg in die Opposition. Sie riskierten ihr Leben in der NS-Diktatur aufgrund ihrer Weltanschauung, ihrer politischen Überzeugung oder ihres Glaubens.

An diesem Abend im Berliner Dom, der dem deutschen Widerstand in Berlin gewidmet ist, kommen diese unterschiedlichen Menschen zu Wort. Dank ihrer Briefe, Tagebucheinträge, Berichte und Flugblätter begreifen wir heute, wie mutig und entschlossen sie damals waren, aber auch welche existentiellen Nöte und Ängste sie persönlich auszuhalten hatten.

Im Berliner Dom leihen Matthias Brandt und Martina Gedeck ihre Stimmen zwei besonders eindrucksvollen Menschen.

Martina Gedeck liest aus dem Tagebuch der Journalistin Ruth Andreas-Friedrich, Matthias Brandt aus den bewegenden Briefen Helmuth James von Moltkes an seine Frau Freya. Beide Schauspieler leiten mit ihrer Stimme und den gelesenen Texten durch den Abend. In zahlreichen weiteren Rollen – vom konservativen Diplomaten Ulrich von Hassell bis zum jungen Kommunisten Herbert Baum – treten Studierende der Ernst Busch Hochschule auf. Die musikalische Begleitung übernimmt Domorganist Andreas Sieling an der Großen Sauer-Orgel. So entsteht ein eindrückliches Wort- und Klangbild zu Ehren der vielen Frauen und Männer, die in Berlin, in Deutschland den Mut fanden, Widerstand zu leisten.

Eine Veranstaltung des Berliner Doms, der Stiftung 20. Juli 1944 und der Gedenkstätte Deutscher Widerstand sowie der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch. In Zusammenarbeit mit der Bürgerstiftung Berlin und der Freya von Moltke-Stiftung.

Der Eintritt ist frei, eine Reservierung ist jedoch unbedingt notwendig!